Räumliche Entwicklungsstrategie

Die Räumliche Entwicklungsstrategie (RES) ist ein Teilprojekt der Ortsplanungsrevision und bildet die Grundlage für die anschliessende Revision der Richt- und Nutzungsplanung. Es handelt sich dabei um eine Strategie, welche die längerfristig angestrebte qualitative Entwicklung der Gemeinde Baar aufzeigt. Daher weist die RES planerisch eine hohe Flughöhe auf und umschreibt die beabsichtigte Entwicklung lediglich in Zielen sowie als konzeptionelle Inhalte in Karten. Die RES baut auf übergeordneten Planungsgrundlagen (z.B. kantonaler Richtplan, Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz ISOS usw.) sowie auf bereits erarbeiteten Grundlagen der Gemeinde (Leitbild, Baar 5x5, Nutzungsstrategie, LEK usw.) auf. Zudem sind die Inhalte abgestimmt auf das parallel in Erarbeitung befindliche Kommunale Gesamtverkehrskonzept (KGVK), welches jedoch detaillierter ist und eine tiefere Betrachtungsebene aufweist.

Die RES wird von einem externen Planungsteam erarbeitet, welches sich aus den Fachdisziplinen Städtebau, Landschafts- und Freiraumplanung sowie Verkehrsplanung zusammensetzt. Bei der RES handelt es sich um ein behördenverbindliches Planungsinstrument. Dies bedeutet, dass die kommunale Verwaltung bei ihrem Handeln die Inhalte zu berücksichtigen hat. Die Räumliche Entwicklungsstrategie enthält bewusst keine parzellenscharfen Aussagen und ist damit für Grundeigentümer nicht verbindlich. Nach Fertigstellung wird diese durch den Gemeinderat als Grundlage für die Revision der Richt- und Nutzungsplanung verabschiedet.


Erarbeitung der Räumlichen Entwicklungsstrategie

Das Teilprojekt Räumliche Entwicklungsstrategie gliedert sich in fünf Arbeitsphasen. Die ersten drei Phasen sind bereits abgeschlossen. Im April und Mai 2021 läuft die vierte Phase mit öffentlicher Mitwirkung. Diese hat vom 10. April bis 2. Mai stattgefunden. Bis im Sommer werden die Ergebnisse ausgewertet. Ziel ist es, dass der Gemeinderat die RES im Sommer 2021 verabschiedet.

Die Einteilung der Phasen sowie deren Inhalte, Beteiligung der Gremien sowie der Bevölkerung (öffentliche Mitwirkung) sind in nachfolgendem Schema ersichtlich.

Ablauf Erarbeitung Räumliche Entwicklungsstrategie


Aufbau der Räumlichen Entwicklungsstrategie

Die Räumliche Entwicklungsstrategie der Gemeinde Baar umfasst fünf Themenbereiche. Es sind dies die Themen Gemeindeentwicklung, die Freiraum- und Landschaftsentwicklung, die Verkehrsentwicklung, die Siedlungsentwicklung sowie die Zentrumsentwicklung. Zu jedem dieser Themenbereiche gibt es jeweils eine Karte, einen Leitsatz, Ziele sowie Handlungsanweisungen. Mit den Handlungsanweisungen wird aufgezeigt, mit welchen Massnahmen die zuvor definierten Ziele zukünftig umgesetzt werden sollen. Sobald die Karten, Leitsätze und Ziele basierend auf den Rückmeldungen der öffentlichen Mitwirkung überarbeitet wurden, wird mit der Ausarbeitung der Handlungsanweisungen begonnen.

Die fünf Themenbereiche der Räumlichen Entwicklungsstrategie

Nachfolgend die Leitsätze, Ziele und Karten der Themenbereiche, zu welchen sich die Bevölkerung in der öffentlichen Mitwirkung vom 10. April bis 2. Mai 2021 äussern konnte. Die Räumliche Entwicklungsstrategie (Stand vor der öffentlichen Mitwirkung) können Sie als PDF-Datei hier herunterladen.

Die im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung eingereichten Stellungnahmen zur Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES) wurden im Verlauf des Sommers 2021 geprüft. Die Ergebnisse wurden in einem Mitwirkungsbericht zusammengefasst. In einem nächsten Schritt wird die RES aufgrund der Rückmeldungen überarbeitet, ergänzt und fertiggestellt.

Der erste Themenbereich widmet sich allgemein der Entwicklung der Gemeinde Baar, ihrer Identität und ihres Charakters.

Der zweite Themenbereich legt den Fokus auf die Freiraum- sowie Landschaftsentwicklung und die damit verbundene hohe Lebensqualität in Baar.

Die Mobilität – mit ÖV, dem motorisierten Individualverkehr, dem Velo- und Fussverkehr – nimmt in der Ortsplanung einen hohen Stellenwert ein und ist Thema des dritten Bereichs.

Die bauliche Entwicklung der Gemeinde sowie künftige Ziele bezüglich der Qualität oder Verdichtung werden im vierten Themenbereich behandelt.

Die Belebung und Erhöhung der Attraktivität des Ortskerns von Baar – zwischen Bahnhof, Dorfstrasse, Rathaus und Marktgasse – ist ein zentrales Anliegen des fünften Themenbereichs.